Grundsatzprogramm

Hier das komplette Wahlprogramm der Grünen Hochschulgruppe für die Wahl am 6. Juli 2011:

Studiengebühren abschaffen!
Studiengebühren haben nicht zur besseren Finanzierung der Lehre an der Universität geführt, sondern werden größtenteils für die Grundfinanzierung der Universität herangezogen. So werden sie beispielsweise genutzt, um fehlende Mittel in der Verwaltung auszugleichen. Zudem sind sie ungerecht und sozial selektiv, indem sie Studierende aus finanziell schwachen Familien benachteiligen. Bildung ist ein Menschenrecht, das jedem frei zugänglich sein muss. Die Gebühren müssen daher abgeschafft werden!

Transparenz schaffen! Durch Studiengebühren finanzierte Projekte evaluieren!
Der Senat weigert sich weiterhin, eine Evaluation der durch Studiengebühren finanzierten Projekte sowie der Vergabepraktiken durchzuführen. Um aber über eine sinnvolle Verwendung von Studiengebühren beurteilen zu können, sind Evaluationen essentiell. Darüber hinaus muss der Studierendenvertretung ein Einblick in das Abrechnungssystem der Studiengebühren gewährleistet sein, um mehr Transparenz zu schaffen. Der Senat darf sich im Übrigen nicht weiter der Mehrheit der Studierenden hinwegsetzen und muss die Gebühren sofort auf 300 Euro senken!

Mensa – vegetarisch, nicht nur fleischlos und Öffnung auch an Samstagen!
Fleischlos ist noch nicht gleich vegetarisch. Wir fordern den konsequenten Ausbau des Angebots an ökologischen und vegetarischen Gerichten. Der Vielfalt und Kreativität vegetarischer Küche sind keine Grenzen gesetzt – wir Studierenden sollten in der Mensa in den Genuss dieses kulinarischen Reichtums kommen! Unter anderem fordern wir ergänzend zum regulären Angebot und in Anlehnung an die bewährten bayerischen, schweizerischen und italienischen Wochen auch eine vegetarische Aktionswoche. Gerade im Rahmen eines zu erwartenden Mensaausbaus wollen wir von vornherein abwechslungsreiche vegetarische Speisen dauerhaft in der Angebotsplanung verankern. Wir fordern auch ein dementsprechend erweitertes Angebot in der Cafeteria. Außerdem setzen wir uns sowohl im Sinne einer allgemeinen Angebotserweiterung als auch im Zuge des zu erwartenden Studentenansturms des doppelten Abiturjahrgangs für eine Verlängerung der Mensaöffnungszeiten wochentags bis 14:30 Uhr sowie für eine Öffnung der Mensa an Samstagen in der Vorlesungs- und Prüfungszeit ein.

Umweltfreundliche Mobilität fördern!
Mobilität ohne Auto ermöglichen – das ist unser Ziel. Wer kennt es nicht, dass Wiesen zugeparkt sind und niemand Platz für das Rad findet? Zusätzliche Fahrradständer auch mit Überdachung müssen unbedingt her! Außerdem fordern wir eine direkte Busverbindung zwischen Hbf und Uni, damit auch Pendler problemlos auf ihr Auto verzichten können!

Grüner Campus!
Wer schon einmal die Plattenbauten des Mainzer Unicampus oder die Hektik und Einöde mancher Großstadtuni erlebt hat, weiß, wie sehr er das grüne Juwel des Bayreuther Campus und der Naturoase des botanischen Gartens zu schätzen hat. Wir wollen, dass unser Campus grün bleibt und noch grüner wird. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass der Lebensraum Campus nicht durch noch mehr kommerzielle Werbung vor allem im Mensabereich zerstört und durch weggeworfene, ungelesene Flyer verschmutzt wird. Weiterhin geht im alltäglichen Unibetrieb durch schlechte Isolierung sehr viel ungenutzte Energie verloren. Wir fordern sowohl eine energetische Sanierung alter Gebäude als auch die Einhaltung moderner Energiestandards bei Neubauten.

Studium Generale für jeden Studiengang!
Das Studium Generale soll es den Studierenden ermöglichen, durch den Besuch fachfremder Kurse über den Tellerrand des eigenen Fachs hinauszuschauen und ihnen so die Möglichkeit bieten, auch fachfremde Interessen weiterzuentwickeln. Dadurch soll auch der Übergang zu einem Masterstudium in einem anderen Fach ermöglicht werden. Studierende könnten so mit einer Mindestanzahl an ECTS-Punkten ihre Regelstudienzeit um ein Jahr verlängern, ohne dabei Gefahr zu laufen, BAföG- oder Kindergeldansprüche zu verlieren.

Keine Anwesenheitspflicht! Einführungsveranstaltungen schwächer gewichten!
Weiterhin fordern wir die Abschaffung der Anwesenheitspflicht in Vorlesungen, Übungen und Tutorien in allen Studiengängen sowie regelmäßige und aussagekräftige Evaluationen. Noten der ersten beiden Semester sollten im Sinne eines gerechten Wettbewerbs in der Endnote schwächer gewichtet werden, da hier aufgrund stark divergierender Lehrpläne zu einem großen Teil schulisches Vorwissen bewertet wird. Wiederholungsklausuren müssen in jeder Studienordnung auftauchen.

Verbesserung des International Office!
Viele Studierende haben bereits Fristen unverschuldet verpasst und bangen um die Finanzierung ihres Auslandsaufenthalts. Verwunderlich? Nein! Für die Outgoings gibt es lediglich eine zuständige Sachbearbeitern. Die GHG fordert eine Aufstockung des Personals, eine transparentere und übersichtliche Website und einen besseren Informationsfluss des Auslandsamtes.

Familienfreundliche Uni!
Kindererziehung während des Studiums ist eine Doppelbelastung. Deswegen muss die Uni studierende Eltern besonders unterstützen: finanziell & organisatorisch – durch eine flexible Studiumsgestaltung und einen unbürokratischen Wechsel zwischen Voll- und Teilzeitstudium auch für Promotionsstudierende! Wir fordern außerdem weitere Erleichterungen durch kostenloses Mensaessen für Kinder bis zu sechs Jahren, einen
kindgerechten Campus und einen Kinder-Eltern-Raum in der ZB.

Umfangreicher Datenschutz an der Uni!  Neues IT-Management System einführen!
Nicht alle Kommilitonen müssen wissen für welche Stipendien und Programme man sich bewirbt! Momentan können Professoren und Dozenten die Noten der Studierenden in Flexnow einsehen! Ein unzumutbarer Zustand! Die privaten Informationen von uns Studierenden müssen geschützt werden! Die Einführung eines neuen IT-Management Systems ist unbedingt erforderlich – zum einen aus Datenschutzgründen, zum anderen zugunsten höherer Belastbarkeit und Schnelligkeit. Dabei muss darauf geachtet werden, dass für diese Investitionen keinerlei Studiengebühren verwendet werden, da es sich nicht um eine Verbesserung der Studienbedingungen i.e.S. handelt.

Raumtafeln an den Infopoints!
Wieder das Seminar verpasst, weil man orientierungslos auf dem Campus rumgelaufen ist? Wir fordern Raumtafeln an den Infoschildern des Campus befestigen!