Der Senat der Universität Bayreuth hat sich am Mittwoch dafür entschieden, der Argumentation der
Studierendenvertreter teilweise zu folgen.
Vorgeschlagen war ein Kompromiss, die Studiengebühren für ein Jahr befristetet von 500€ auf
450€ zu senken und in der Zwischenzeit eine Evaluation der finanzierten Projekte sowie der
Vergabepraktiken durchzuführen.
Die Absenkung kommt, die Evaluation nicht.
Dazu Katharina Günther, Sprecherin von Campusgrün Bayern: „Es ist beschämend, dass kein
Interesse daran besteht, wie mit Studiengebühren umgegangen wird. Verschwendungen kommen
immer wieder vor, aber beim Thema Studiengebühren zählen keine Argumente, sondern das
Gesetz des Stärkeren. Die Regierung und die Hochschulleitungen setzen sich einfach über die
Studierenden hinweg.“
Der Senat hatte damit argumentiert, dass wegen den hohen Rücklagen eine Absenkung möglich
sei, man in Zukunft jedoch eine flexiblere Mittelausgabe schaffen möchte, so dass dann auch
wieder der Höchstbetrag, 500€, genutzt werden kann.
„Anstatt Sozialverträglichkeit zu bedenken windet sich die Universität Bayreuth Angesichts der
hohen Rücklagen aus Studiengebühren“, meint dazu Maximilian Rumler, Sprecher von
Campusgrün Bayern. „Verantwortlichkeit für ihre Studierenden und ihre Aufgabe für die
Gesellschaft sieht anders aus.“
Campusgrün Bayern dankt der Studierendenvertretung für ihr unermüdliches Engagement,
weiterhin für eine Absenkung zu streiten, wie sie vor einem Jahr mit überragender Mehrheit von
der Vollversammlung der Bayreuther Studierenden beschlossen wurde. Es bleibt zu hoffen, dass
dies ein Schritt zu einer Absenkung auf 300€ und letztendlich einer Abschaffung der
Studiengebühren ist.
