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Zum Thema: Students Lounge

Seit einiger Zeit gibt es an der Uni Bayreuth die Idee zum Bau einer Students Lounge. Das Gebäude bzw. der Anbau soll hauptsächlich studentischen Aufenthaltsraum schaffen. Die Teilfinanzierung über Studiengebühren ist seit Beginn Teil der Überlegungen.

Der Studentische Konvent hat sich in seinem Leitfaden zur Verwendung von Studienbeiträgen auferlegt keine Baumaßnahmen aus Studienbeiträgen zu unterstützen. „Kleine Baumaßnahmen“ (bis 1.000.000 Euro) sind jedoch vom Gesetz erlaubt, bzw. deren Finanzierung mit Studienbeitragsmitteln. Doch sieht der Leitfaden auch Ausnahmetatbestände vor, wofür allerdings eine studentische Vollversammlung notwendig ist.

So soll(te) es auch im Falle der Students Lounge kommen. Für die kommende Woche waren an allen Fakultäten Vollversammlungen geplant, um darüber abzustimmen ob ein Konzept zur Students Lounge (vorgelegt von der Hochschulleitung) mit Studienbeitragsmitteln unterstützt werden soll. Dieses Konzept ging den Vertretern im studentischen Konvents am Montag, den 6. Juli zu. In der 15. Sitzung des Studentischen Konvents, am Abend des 7. Juli, kam es zu einer hitzigen Diskussion zum Thema Students Lounge und am Ende zu einem Beschluss des Studentischen Konvents, dass die Vollversammlung in diesem Semester nicht mehr stattfinden wird. Ferner wurde die Hochschulleitung um ein „neues, umfassendes Konzept“ gebeten.

Das Konzept, wie es euch zur Abstimmung vorgelegt worden wäre, könnt ihr hier herunterladen. Den gemeinsamen Antrag von Grüner Hochschulgruppe, Juso Hochschulgruppe und Glashaus, der die Vollversammlungen in diesem Semester abgesagt hat, könnt ihr hier herunterladen.

In Reaktion auf diese Entscheidung und eine Stellungnahme des Konventsvorsitzenden Patrick Lindthaler haben Grüne Hochschulgruppe, die Juso Hochschulgruppe und das Glashaus eine gemeinsame Stellungnahme zur Thematik veröffentlicht. Berichterstattung zum Thema Students Lounge findet ihr auch auf der Webseite des Tip.

Gemeinsame Stellungnahme GHG/Jusos/Glashaus

Kein 600.000 Euro Blanko-Scheck aus Studiengebühren für die Students Lounge!

Die Entscheidung des Studentischen Konvents, die Vollversammlung zum Thema Students Lounge in diesem Semester abzusagen und von der Hochschulleitung ein neues, umfassendes Konzept einzufordern ist absolut im Interesse der Bayreuther Studierenden.

Das „Konzept“ wie es der Studierendenvertretung vorlag enthielt keine belastbaren Informationen wie der geplante Mensaanbau Students Lounge aussehen würde, geschweige denn konkrete Angaben zur Finanzierung von Bau und laufendem Betrieb. Ein solches Konzept der Studentischen Vollversammlung zur Abstimmung vorzulegen wäre nicht nur eine Entmündigung der Studierenden, sondern hätte auch – unabhängig vom Abstimmungsergebnis – kaum zu einem befriedigenden Ergebnis geführt.

Entweder es wäre abgelehnt worden (was wir bei einer Pauschalsumme von 600.000 Euro ohne jede Sicherheit für sinnvoll gehalten hätten), was das Projekt Students Lounge als solches vermutlich zu Grabe getragen hätte. Unwürdig für eine potentielle positive Änderung im Sinne der Studierenden. Oder das dürftige Konzept wäre von der studentischen Vollversammlung genehmigt worden. Dann wären im schlimmsten Fall 600.000 Euro Studiengebühren in eine einfache Cafeteria-Erweiterung geflossen (denn gegenteilige Garantien gibt es bisher keine) und der Studentische Konvent hätte sich – zu Recht – vorwerfen lassen müssen, durch eine leichtfertige Abstimmung zu einer Zweckentfremdung von Studiengebühren beigetragen zu haben.

Die Hochschulleitung hatte genügend Zeit, ein ernst zu nehmendes Konzept vorzulegen. Aber 600.000 Euro Studiengebühren sind zu viel für die Katze im Sack.

Die Reaktion des Vorsitzenden des Studentischen Konvents Patrick Lindthaler, unser Handeln (das Stellen des Antrags auf Aussetzung der Vollversammlung sowie die Einforderung eines neuen, umfassenden Konzepts) sei „ausschließlich [auf] ideologische Interessen“ zurückzuführen, wirkt befremdlich. Wir unterstützen weiterhin die konstruktive Mitarbeit beim Thema Students Lounge, wollen aber dass die Studierenden auch ernsthaft an der Ausarbeitung des Konzeptes beteiligt werden.

Von einer nachgelagerten Wahlkampfaktion kann bei einer Einigkeit von drei Hochschulgruppen und drei Fachschaften ohnehin nicht die Rede sein. Dies hätte der Vorsitzende auch zur Kenntnis nehmen können, hätte er die Sitzung nicht bereits vor der eigentlichen Diskussion verlassen.

Tim Dorlach
Für die Grüne Hochschulgruppe

Michael Weh
Für die Juso Hochschulgruppe

Marion Wiesbeck
Für das Glashaus

1 Kommentar zu „Zum Thema: Students Lounge“

  1. Patrick Linksthaler sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu eurer Standfestigkeit!
    Unser Geld muss nicht für jeden Mist rausgehauen werden und schon gar nicht, wenn es keinen konkreten Plan gibt wofür. Eure Argumentation ist schlüssiger als die von P.L. und Konsorten.
    Weiter so!

    Der Hickser

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