Der Senat hat gestern entschieden, die bisherige Studiengebührenhöhe beizubehalten. Damit stimmten sie gegen das Votum der Studierenden, die sich noch vor einiger Zeit in Vollversammlungen mit einer überragenden Mehrheit für eine Absenkung von 500€ auf 300€ aussprachen.
„Eine Absenkung wäre ein deutlicher Schritt in Richtung eines sozial gerechteren, hürdenfreien Studium gewesen.“, sagt Sebastian Althoff, Sprecher von Campusgrün Bayern und Mitglied von GHG Bayreuth, „Dass die Stimme der Studierenden auf diese Weise ignoriert wird, ist katastrophal und beispielhaft für die Situation der Studentenschaft an den Hochschulen.“
Der Senat hatte seine Entscheidung mit der Unterfinanzierung der Universität begründet. Eine Absenkung sei nur durch zusätzliche staatliche Gelder durchsetzbar.
Dazu Katharina Günther, Sprecherin von Campusgrün Bayern: „Dass Studiengebühren für die Verbesserung der Lehre eingesetzt werden, hat sich wieder einmal als Illusion herausgestellt. In Wirklichkeit finanzieren Studierende schon längst den Erhalt der Lehre, weil der Staat seiner Aufgabe der umfassenden Hochschulfinanzierung nicht gerecht wird.“
Die Grüner Hochschulgruppe Bayreuth fordert die Abschaffung der Studiengebühren und eine verantwortliche Bildungspolitik, die den Studierenden und Studieninteressierten keine Steine in ihren Bildungsweg legt. Damit das Votum der Studierenden in Zukunft nicht ungehört bleibt, braucht es darüber hinaus eine Demokratisierung der Hochschulen.
