Jenseits des Damms– Die Geschichteeines Kampfes
Wann: Mittwoch, 14 Dezember um 20:00 Uhr.
Wo: H26, GWI.
Die Filmvorführung findet in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung statt.

“500 Jahre des Kampfes und noch immer fühle ich mich wie ein Fremder in meinem eigenen Land” – Byron Reyes Ortíz, Teribe
Térraba, Costa Rica – seit Jahrhunderten lebt hier das indigene Volk der Teribe. Doch der Lebensraum der Indios ist bedroht. Vor drei Jahren begann das staatliche Energie-Unternehmen ICE am Río Térraba mit der Realisierung des größten Wasserkraftprojektes Zentralamerikas – dem Staudamm El Diquís. Die Konsequenzen des Vorhabens sind verheerend: Mehr als 11.000 Hektar Regenwald sollen unter Wasser gesetzt werden, darunter auch ein Teil der geschützten Flächen Térrabas. Und obwohl die Teribe über eine Reihe von Sonderrechten verfügen, hat eine verbindliche Umfrage um das Einverständnis der Indigenen bis heute nicht stattgefunden. Stattdessen droht das auf Lügen und Korruption basierende Projekt, die ökologische und kulturelle Vielfalt Térrabas zu vernichten und die in großem Einklang mit der Natur lebenden Indios ihrem Schicksal zu überlassen. Ein erbitterter Kampf um kulturelle Identität, um Gottes Schöpfung und letztlich ihre eigene Existenz ist für die Teribe die einzige Chance, die systematische Missachtung ihrer Menschenrechte zu stoppen und endlich die Mitbestimmung zu erhalten, die ihnen so unweigerlich zusteht…
Auf dokumentativ-erzählerische Weise versucht der Film „Jenseits des Damms“ die wahren Machenschaften rund um das Staudammprojekt El Diquís zu durchleuchten und einen Einblick zu geben in den existenziellen Widerstand eines 700-Seelen-Volkes gegen die vermeintliche Musterdemokratie Lateinamerikas.
Manoel Eisenbacher hat im Rahmen eines Freiwilligendienstes von Januar bis Juni 2011 bei den Teribe gelebt.
